Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide im Heidekreis
74 Auszubildende aus 14 verschiedenen Ausbildungsberufen wurden am 14. September 2026 in der Alten Reithalle in Soltau freigesprochen. 11 von ihnen wurden „für besondere Leistungen bei der Ablegung der Gesellenprüfung“ ausgezeichnet.
Für Kreishandwerksmeister Maik Prüser war es eine Premiere – nahm er doch erstmals als Kreishandwerksmeister an dieser Veranstaltung teil. Er beglückwünschte die Junggesellinnen und Junggesellen und bedankte sich bei allen Akteuren, die zum erfolgreichen Bestehen der Ausbildung beigetragen haben – Ausbildungsbetriebe, Lehrer der Berufsbildenden Schulen, Ausbildungsmeister in den überbetrieblichen Lehrwerkstätten sowie Familie und Freunde. Er betonte, dass eine Fülle an Chancen auf die frischgebackenen Junggesellinnen und Junggesellen warte. „Gerade im Handwerk bieten sich außerordentlich gute Chancen, in kurzer Zeit nach einer qualifizierten Ausbildung und möglicherweise Ablegung der Meisterprüfung die Selbstständigkeit zu erlangen.“ Prüser forderte, dass die Junggesellinnen und Junggesellen ihr Leben in die Hand nähmen, optimistisch in die Zukunft blickten und aktiv ihre Zukunft gestalteten.
Landrat Jens Grote beglückwünschte die Junggesellinnen und Junggesellen. Er betonte die Wichtigkeit des Handwerks auch für die Region – große Projekte wie der Krankenhausneubau seien ohne das Handwerk nicht umsetzbar.
Ina Müller-Jarisch, Schulleiterin der BBS Soltau, überbrachte Glückwünsche des gesamten Kollegiums. Sie betonte ebenfalls, wie dringend die frischgebackenen Junggesellinnen und Junggesellen auf dem Arbeitsmarkt benötigt werden. Sie unterstrich darüber hinaus, wie besonders dieser feierliche Akt zum Ende der Ausbildung sei. Eine Freisprechungsfeier wie diese gäbe es in vielen Berufssparten gar nicht. Dies sei ein sehr schöner Rahmen.
Kreislehrlingswart Marcel Jipp stellte kurz die geschichtliche Entwicklung der Freisprechung seit dem Spätmittelalter dar, bevor er die Junggesellinnen und Junggesellen freisprach. Das begehrte Prüfungszeugnis (früher Gesellenbrief) wurde den Junggesellinnen und Junggesellen durch die Obermeister bzw. Obermeisterin und weitere Vorstandsmitglieder und Gesellenprüfungsausschussmitglieder der jeweiligen Innungen überreicht. Je nach Innung und Gewerk geschah dies mit einem Schulterschlag, einem Handschlag oder einer Umarmung.
Landrat Jens Grote überreichte im Anschluss noch den „Bestenpreis des Landrates 2026“. Diesen erhielt Paul Stefan, der seine Ausbildung zum Zimmerer in der Zimmerei & Hausbau Stein GmbH & Co. KG in Tostedt absolvierte und mit der Note sehr gut (94,6 Punkte) abschloss.
Musikalisch umrahmt wurde die Freisprechungsfeier vom „Moritz Trio“ aus Rosengarten.
Foto: Roman Cebulok

